GegenWind Saarland




Landtag-Verabschiedung


HM Fürweiler

FDp mit Dr. Ahlborn


GWS im LUA


LWALDG: Anhörung im Landtag


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Willkommen!

Immer mehr Menschen im Saarland spüren, dass die ständig zunehmende Zahl von Windkraftanlagen inzwischen Dimensionen erreicht hat, die für große Teile der Bevölkerung und für die Natur nicht mehr zumutbar sind.

Die Energiewirtschaft erhielt im Jahre 2011 durch Beschluss der Bundesregierung nach dem Reaktorunfall in Fukushima (Japan) eine neue Ausrichtug, die von einer großen Mehrheit in der Bevölkerung begrüßt wurde. Durch diesen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik wurde jedoch die Welt nicht automatisch besser. Sechs Jahre später muss man feststellen, dass bewährte und zuverlässige Energiewirtschaftsstrukturen unnötig schnell zerstört und andere noch unausgereifte Strukturen (sog. Erneuerbare Energien) überhast und mit extremen Subventionen aufgebaut wurden.

So ergaben sich neue Gewinner und Verlierer. Wer Land- oder Waldflächen besitzt, wo ausreichend Wind weht, kann als Verpächter je nach Windhöffigkeit 30.00 bis 80.000 EURO jährlich für jedes Windrad an Pachtzahlungen erzielen, und das für 20 Jahre und länger. Auf der anderen Seite werden erhebliche Schäden an der Natur in Kauf genommen, ebenso massive Gefährdungen der Gesundheit und der Vermögenswerte für die Menschen im Umfeld der Windkraftanlagen.

Zur Finanzierung dieses politisch gewollten Projekts wird jeder Haushalt und der Großteil der Wirtschaft im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) verpflichtet die neu entstehenden Kosten der Energiewende zu tragen. Nach anfänglich noch überschaubaren Kosten (Trittin: "Ein Bällchen Eis im Monat") belastete die  EEG-Umlage im Jahre 2016 jeden Haushalt bereits mit rund 240 EURO, für 2017 werden bereits 300,- EURO erwartet. Die rund 450.000 Haushalte im Saarland zahlten also in 2016 bereits eine Summe von über 100 Millionen Euro! Zusammen mit den Unternehmen der saarländischen Wirtschaft sollen es rund 250 Millionen Euro gewesen sein. Diese Dimensionen und die fehlende Zuverlässigkeit der Windkraftanlagen (WKA) zeigen, dass das EEG inzwischen zur Umverteilungsmaschine degeneriert ist.

Bei ihrem Beschluss im Jahre 2011 hatte sich die Bundesregierung sicherlich von vielen Energie-Fachleuten beraten lassen, aus heutiger Sicht wohl überwiegend von Vertretern der sog. Erneuerbaren Energien. Dabei wurden wichtige offene Fragen einfach ausgeklammert in der Hoffnung, dass die technische Entwicklung schon bald die notwendigen Lösungen bringen würde. So wurde nur unzureichend diskutiert, wo der Strom bei Windstille herkommen soll, wie Stromüberschüsse gemanaged werden sollen und wie der sog. Öko-Strom effizient gespeichert werden kann. Eine typisch politische Lösung!

Inzwischen wurden rund 30.000 Windräder in Deutschland installiert und dabei ganze Landschaften großflächig zerstört. Doch das reicht vielen Befürwortern und Profiteuren nicht: Es sollen 60.000 werden, ja 100.000. Dann soll die Elektromobilität hinzukommen. Niemand von den Regierungsflüsterern erklärt der Politik die Auswirkungen, von der Rohstoffgewinnung für die Batterien, deren umweltbelastende Herstellung und deren tägliche Aufladung. Das BMWi fördert mit über 200 Mio EURO jede Menge Projekte zur Stromspeicherung, seit Jahren ohne jeden nenneswerten Erfolg, weil grundlegende physikalische Zusammenhänge schlicht  ausgeblendet werden, weil einfach nur Fördermittel für Dummy-Projekte abkassiert werden. Denn wo Geld in solchen Stömen fließt, will jeder Lehrstuhl, jedes "Wissenschaftliche Institut", jeder "Thintank" mit am Trog stehen. So entstehen die selbst verstärkenden Strukturen einer Misswirtschaft, die nicht liefert, sondern nur abkassiert. Solche Strukturen wieder aufzubrechen, wird um so schwieriger, je länger sie gemästet werden.

Die "Energiewende" war wohl gut gemeint, doch müssen bis heute weiterhin konventionelle Kraftwerke am Netz bleiben, um dann einzuspringen, wenn keine Sonne scheint, wenn kein Wind weht oder wenn sogar zu viel Wind weht. Erneuerbare Energien können also nicht zuverlässig liefern, Sie benötigen die Unterstützung durch Atom, durch Kohle, durch Öl und Gas. Diese höchst unwirtschaftliche Stand-By-Funktion grundlastfähiger Kraftwerke verteuert den Strom zusätzlich. Für jedes zusätzliche Windrad muss also auch mehr konventionelle Kraftwerkskapazität vorgehalten werden, um es bei Windstille zu ersetzen.

Die 2. EEG-Novelle, die zum 1. August 2017 in Kraft tritt, versucht zwar dem Problem einer unerwünschten, jedoch immer noch zunehmenden Überproduktion von Wind-Strom entgegenzuwirken, indem der Staat per Ausschreibungsverfahren darüber bestimmen wird, wann wieviel Windkraftkapazität zusätzlich "eingekauft" werden soll. Die erste Ausschreibung "Onshore-Wind" zeigte jedoch sofort, wie schlecht auch diese gesetzliche Regelung wieder gestrickt worden war: Wegen einer rein politisch motivierten, sachlich nicht begründbaren Mehrfachbevorzugung von Bürgerenergiegenossenschaften (BEG) wurden reihenweise BEGs als Trojanische Pferde benutzt, um an die vergünstigten Konditionen zu gelangen. Ein Musterbeispiel für politisch-juristisch geregelte Fehlallokationen!

Ob es für unser Saarland überhaupt sinnvoll ist, angesichts der hohen Bevölkerungsdichte, abnehmender Akzeptanz in der Bevölkerung und ungelöster technischer und wirtschaftlicher Probleme weiterhin in Windkraft zu investieren, diese Frage wird in der Großen Koalition auf Landesebene seit der Landtagswahl gottseidank ein Stück offener diskutiert. Auch in anderen Bundesländern (Nach Bayern nun auch in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und insbesondere in Nordrhein-Westfalen) ist der Wind dabei sich deutlich zu drehen. Diese Entwicklung zeigt, dass wir in der politischen Landschaft einen Punkt erreicht haben, ab dem wachsende Teile der Bevölkerung nicht mehr bereit sind für eine unausgegorene, ja fast schon obskure Energiepolitik massive Schäden und gesundheitliche Gefährungen hinzunehmen.


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Diese Website stellt Informationen bereit, die sich sachlich-kritisch mit den Problemen der Windenergie und deren Genehmigungsverfahren auseinandersetzen. Darüber hinaus dokumentiert diese Website Aktivitäten der Arbeits- und Aktionsgemeinschaft "Gegenwind Saarland", einem Zusammenschluss saarländischer Bürgerinitiativen und Vereine, die sich gegen unvernünftige und unsinnige  Windkraftprojekte zur Wehr setzen.

Ziele dieser Arbeitsgemeinschaft sind die gegenseitige Unterstützung mit dem notwendigen Knowhow sowie konzertierte Aktionen auf der landespolitischen Ebene. Die konstituierende Sitzung fand am 10. November 2016 in der Stadthalle Dillingen statt. Zu Sprecher gewählt wurden Christel Ehre und Jacob Fuhrmann, beide von der "BI Gegenwind-Wallerfangen". Außerdem gehören zum Aktionsteam Horst Siegwart (Fröhner Wald e.V.), Edgar Jungmann (Windpark Primsbogen - Beckingen), Jörn Wallacher (IG Pfaffenkopf / Von-der-Heydt), Karl Dickmann (BI Biringen) und Ulrich Leyhe (Kompetenzbereich Naturschutz).

Diese Website ist politisch unabhängig. Ihr Ziel ist eine sachliche Information zum Thema Windkraft. Dazu liefert sie u.a. Informationen über die im Saarland gültigen Rechtsgrundlagen sowie über windkraft-orientierte Publikationen in der Presse, in Fernsehen und Rundfunk sowie im Internet.

Diese Website bemüht sich um eine korrekte Darstellung von Fakten und Zusammenhängen. Wenn Sie dennoch irgendwo sachliche Fehler finden, geben Sie uns Bescheid mit kurzer Erläuterung. Wir werden das dann gerne prüfen und ggfls. korrigieren.

Weil die Erneuerbaren Energien (EE) seit Jahren, spätestens seit 2011, sehr mächtige Lobby-Organisationen  aufgebaut haben, soll diese Website die andere Seite der Medaille aufzeigen, nämlich welche Auswirkungen Windkraftanlagen (WKA) auf die Natur und die Menschen vor Ort haben.

Wenn Sie als Vertreter von Bürgerinitiativen sich mit uns in Verbindung setzen oder uns über Ihre Termine informieren möchten, Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns einfach eine Mail. Die Adresse finden Sie unten auf dieser Seite.

Jacob Fuhrmann

Stand: 16. Juli 2017


eMail: info(at)gegenwind-saarland.de

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